Suchmaschine im Umbruch

Lisa Graier
Online Marketing
Die Art und Weise, wie wir im Internet suchen und gefunden werden, verändert sich schneller denn je. 2026 wird zum Jahr, in dem Suchmaschinen nicht mehr nur Suchmaschinen sind, sie werden zu echten Gesprächspartnern. NutzerInnen wollen klare, direkte Antworten statt einer Liste mit Links. Die KI übernimmt dabei viele Schritte der Informationssuche und entscheidet zunehmend darüber, welche Inhalte sichtbar werden und welche nicht.
Wir von Krassgrün.at beobachten diese Entwicklung täglich. Dabei zeigt sich: Nur auf Keywords, Rankings oder klassische Kampagnen zu setzen, funktioniert nicht mehr.
Der neue Google AI Modus:
Antworten statt Suchergebnisse
Google hat mit dem AI-Mode einen Paradigmenwechsel eingeleitet: Statt einer Liste an Ergebnissen liefert die KI eine direkt nutzbare Antwort, kompakt, verständlich und mit Referenzen versehen. Dafür werden Inhalte aus mehreren oder sogar hunderten Quellen zusammengeführt.
So funktioniert es:
- Nutzerinnen und Nutzer stellen eine Frage ➔ die KI analysiert die Absicht, die KI versteht also den Prompt.
- Die Anfrage wird in viele Mini-Queries zerlegt (Query-Fan-Out).
- Google durchsucht parallel das Web.
- Relevante Infos werden extrahiert.
- Die KI generiert eine einzige präzise Antwort.
Damit diese Antworten überhaupt aus euren Inhalten entstehen können, braucht Google klare Strukturen, saubere Daten, logische Überschriften und fachlich korrekte Informationen.
Für Unternehmen heißt das: Wer keine KI-gerechten Inhalte liefert, verliert Sichtbarkeit.
Damit der Google AI Mode Inhalte korrekt einordnen kann, arbeitet die Suchmaschine nicht mehr hauptsächlich mit Keywords, sondern mit Entitäten. Dieser Wandel ist zentral für modernes SEO.
Deep Research: KI übernimmt ganze Recherche-Prozesse
Neben dem AI-Modus setzt Google zunehmend auf Deep-Research-Funktionen. Dabei analysiert die KI komplexe Suchanfragen, durchsucht automatisch zahlreiche Quellen und vergleicht die gefundenen Informationen miteinander. Auf dieser Basis erstellt sie strukturierte, leicht verständliche Zusammenfassungen.
Deep Research geht damit deutlich über die klassische Suche hinaus und zeigt, wie stark Recherche- und Informationsprozesse künftig durch maschinelles Lernen automatisiert werden können. Gleichzeitig wird deutlich, welche leistungsfähigen Funktionen bereits heute verfügbar sind. Umso wichtiger ist es deshalb, Inhalte klar, korrekt und so aufzubereiten, dass sie auch für KI-Systeme gut verständlich sind.
Entitäten statt Keywords: Wie Google Inhalte mit KI versteht
Entitäten helfen der KI dabei, Inhalte einzuordnen und miteinander zu verbinden. Für Google bedeutet das: Es reicht nicht mehr aus, dass ein Keyword auf einer Seite vorkommt. Vielmehr muss klar werden, worum es auf der Seite wirklich geht. Für Marken bedeutet das: Inhalte müssen eindeutig sein. Die Seite braucht eine klare Struktur, gute Überschriften und verständliche Erklärungen. Erwähnungen auf anderen Websites werden wichtiger, da sie das Vertrauen der KI erhöhen. Strukturierte Daten helfen Google außerdem, Inhalte korrekt zu verstehen. SEO bleibt weiterhin wichtig, aber der Fokus liegt weniger auf den „Top 10“ in den Suchergebnissen, sondern mehr auf tiefen Inhalten, klaren Zusammenhängen und verständlichen Erklärungen.
Weniger Keyword-Hacks, mehr inhaltliche Substanz.
Die organische Suche verändert sich gerade grundlegend. Aber auch die bezahlte Suche erlebt durch KI einen Wandel.
Werbung im Jahr 2026:
KI-gestützte Kampagnen neu gedacht
Auch Google Ads wird durch künstliche Intelligenz neu definiert. Anzeigen erscheinen zunehmend innerhalb der KI-Antworten, also direkt an den Stellen, an denen Nutzer konkrete Fragen stellen. Neue Kampagnenformen wie „AI Max for Search” und „Performance Max” verstärken diese Entwicklung.
- KI generierte Anzeigetexte
- automatische Auswahl der besten Landingpage
- kanalübergreifende Optimierung
- Nutzung von Signalen aus der Suche von Youtube, Google Maps, Display usw.
Was früher Keyword-basiert war, ist jetzt kontextbasiert. Google analysiert, was NutzerInnen wirklich wollen, nicht nur welches Wort sie eingeben.
Damit Kampagnen wirklich erfolgreich werden braucht es: sauberes Tracking, vollständige Produktdaten, hochwertige First-Party-Daten, klare Strukturen und regelmäßige Aktualisierung.
Datenqualität wird zum Kernfaktor jeder erfolgreichen Kampagne.
Neben der Suche und den Kampagnen gibt es weitere KI-Trends, die das Marketing im Jahr 2026 maßgeblich beeinflussen werden.
KI-Trends 2026: Mehr als nur Google
Neben dem Google KI Mode werden weitere KI-Trends die Marketingwelt verändern. Dazu gehören:
- Autonome KI-Agenten: Diese Systeme können Aufgaben selbstständig erledigen, beispielsweise Inhalte erstellen, Kampagnen optimieren oder Kundendialoge führen. Damit diese Agents korrekt arbeiten können, müssen die Unternehmensinformationen klar, vollständig und maschinenlesbar sein.
- Generative KI: Generative KI basiert auf Modellen, die Muster und Wahrscheinlichkeiten in großen Datenmengen erkennen. Mithilfe dieses Wissens erzeugt sie auf Basis von Nutzereingaben neue, ähnliche Inhalte. Sie kann die unterschiedlichsten Ergebnisse wie Texte, Bilder, Videos, Code oder Simulationen erstellen und dabei teilweise menschliche Fähigkeiten erreichen oder übertreffen.
- Multimodale KI: KI verarbeitet nicht mehr nur Text, sondern gleichzeitig auch Bilder, Videos, Sprache und sogar komplexe Daten. Inhalte sollten daher nicht nur gut geschrieben, sondern auch visuell sinnvoll aufgebaut sein, wie bei Gemini 3.
- Personalisierung mit KI-Gedächtnis: KI kann frühere Interaktionen berücksichtigen. Dadurch werden Empfehlungen, Antworten und Anzeigen individueller und relevanter.
- Responsible AI: Mit der zunehmenden Nutzung von KI steigt der Anspruch an Qualität und Verantwortung. Unternehmen achten stärker auf Transparenz, Genauigkeit und die Vermeidung falscher oder verzerrter Informationen.
Diese Entwicklung zeigt sich besonders stark bei Googles neuem KI-Tool Modell Gemini 3.
Gemini 3: Das bisher stärkste KI-Modell von Google
Google treibt die Entwicklung noch weiter voran: Gemini 3 ist das neue KI-Modell und gilt als bisher leistungsstärkstes System des Unternehmens. Was Gemini 3 so besonders macht:
- es verarbeitet Bild, Text, Audio und Video gleichzeitig.
- Es versteht komplexe Zusammenhänge („Reasoning“),
- liefert präzisere und ausführlichere Antworten,
- erkennt Absichten besser als Vorgängermodelle
- und optimiert Inhalte für Suche, Analyse und Kampagnen in Echtzeit.
Das Modell Gemini 3 bietet Unternehmen enorme Chancen: von schnellerem Content-Building über effizientere Werbekampagnen bis hin zu völlig neuen digitalen Services.
Fazit:
Wer KI versteht, bleibt sichtbar
Marketing wird sich 2026 weiterhin grundlegend verändern: KI wird bestimmen, wie Inhalte gefunden, verstanden und bewertet werden. Um sichtbar zu bleiben, sind klare Strukturen, hochwertige Daten und Inhalte, die von KI-Systemen leicht erkannt und genutzt werden können, unerlässlich. Unternehmen, die diese Entwicklung frühzeitig nutzen, sichern sich entscheidende Vorteile.
Wir von Krassgrün.at unterstützen dich dabei, deine Website, Inhalte und Kampagnen für die neue KI-Welt fit zu machen: einfach, effektiv und zukunftssicher.
Haben wir dein Interesse mit dem Thema KI und Veränderungen im Jahr 2026 geweckt? Dann bleib dran, es folgen noch weitere interessante Blogs zum Thema.
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FAQs
Häufig gestelle Fragen zum thema Suchmaschinen im Umbruch
Google AI Mode & KI Marketing
1. Was bedeutet der Google AI Mode für Unternehmen?
Der Google-AI-Mode analysiert Suchanfragen deutlich intelligenter als klassische Suchsysteme. Anstatt viele Trefferlisten anzuzeigen, erstellt die KI ein innovativ kompaktes Antwortformat Unternehmen müssen ihre Inhalte daher klar strukturieren, fachlich korrekt formulieren und technisch sauber aufbereiten, damit die KI sie in den Antworten berücksichtigen kann.
2. Warum werden Entitäten wichtiger als keywords?
Entitäten helfen modernen KI-Modelle dabei, Inhalte und Zusammenhänge besser zu verstehen. Während früher Keywords im Fokus standen, erkennt Google heute mithilfe von Entitäten, worum es auf einer Seite wirklich geht. Dadurch können Suchbegriffe präziser beantwortet und Inhalte zuverlässiger eingeordnet werden. Das ist ein großer Vorteil gegenüber rein „keywordbasierter“ Methoden.
3. Wie verändert KI Google Ads und Werbekampagnen?
Google Ads wird zunehmend von intelligenten KI-Systemen gesteuert. Anzeigen erscheinen häufiger direkt in den generierten Antworten, statt nur neben oder in der Suchergebnisliste. Die Ausspielung basiert nicht mehr auf einzelnen Wörtern, sondern auf dem gesamten Kontext einer Suchanfrage. Damit Kampagnen erfolgreich bleiben, sind vollständige Produktdaten und qualitativ hochwertige Daten erforderlich, damit die Künstliche Intelligenz innovativer und präzise entscheiden kann, welche Anzeige relevant ist.
4. Welche Rolle spielen neue leistungsstarke KI-Programme wie Gemini?
Gemini 3 (Nachfolger von Gemini 2.5), ist eines der modernsten KI-Modelle von Google und gehört zur neuesten Generation leistungsfähiger Sprachmodelle. Es kann Text, Bild, Audio und Video gleichzeitig verarbeiten und nutzt fortschrittliche Spracherkennung, um Inhalte noch präziser zu verstehen. Durch seine multimodalen Fähigkeiten, sowie die Fähigkeit Muster zu erkennen, reagiert Gemini fast wie ein vielseitiger Chat Bot und unterstützt nicht nur bei Analysen, sondern auch bei kreativen Prozessen wie Content-Ideen, Audio-Zusammenfassungen, Textentwicklung oder Skripterstellung. Dank seines tiefen Verständnisses von Suchanfragen liefert Gemini deutlich genauere Antworten, optimiert Inhalte in Echtzeit und erkennt Nutzerabsichten besser. Für Unternehmen entsteht dadurch ein klarer Vorteil in Analyse, Content-Erstellung und Marketing-Automatisierung.
Was ist der Unterschied zwischen Google Suche im Ki-Modus und ChatGPT?
Der AI-Modus bei der Google-Suche analysiert aktuelle Webinhalte, fasst die Informationen zusammen und liefert dir dann präzise Antworten auf deine Fragen. ChatGPT ist hingegen ein generatives Sprachmodell, das auf vorhandenen Trainingsdaten basiert und keine automatische Live-Websuche nutzt. Während die AI von Google direkten Zugriff auf aktuelle Online-Informationen hat, um mit diesen Inhalten zu erstellen. Die Stärke von ChatGPT liegt in kreativen Prozessen, wie Textentwicklung, Videogenerierung, Bildgenerierung und Problemlösung: also Generativer KI. Beide KI-Systeme sind „intelligent“, aber für unterschiedliche Aufgaben optimiert.
